Eine Stadt, deren lebendige Studentenbars sich wacker gegen ländliche Alm-Idylle inklusive trachtentragender Burschen- und Rentnerschaft durchsetzen.
Dazu der kleinste und trotzdem stilechteste Stadttkern, den man sich vorstellen kann.
Von Graz - so dachten wir - sollte es dann ein leichtes sein, Richtung Slowenien zu trampen.
Auch der perfekte Spot ist schnell ausgemacht: direkt neben Einkaufszentrum und Autobahnauffahrt.
Und dann beginnt das Warten.....
...
Alle 30 Minuten etwa fährt die gleiche Busfahrerin vorbei und an ihrem bedauernden Gesichtsausdruck lässt sich ablesen, dass unser Job ihr tatsächlich noch langweiliger vorkommen muss als ihrer.
Als dann nach über 4 Stunden endlich ein rettender Wagen anhält, ist uns sogar egal, dass die zwei nicht einmal in unsere Richtung fahren.
Hauptsache endlich weg hier.
Kurz vor der Slowenischen Grenze haben dann auch wir wieder Tramper-Glück:
unsere nächsten Mitfahrgelegenheiten lassen nur 5 resp. 3 resp. 1 Minute auf sich warten.
Entgegen aller vorherigen Erwartungen schaffen wir es also tatsächlich noch nach „Laibach“ - wo auch immer dieser furchtbare Name für das wunderschöne Ljubljana herrührt.

Ljubljana selbst hat alles zu bieten, was sich das Herz eines Reisenden begehrt:
Burg, Fluß, barocker Hauptplatz, Straßenkünstler, Lebensmittel frisch vom Markt, eine offensichtlich sehr lebendige Street-Art-Szene und vor allem dezenter Tourismus fern von Billigflieger-Massen.
Daneben noch eine kulinarische Attraktion, die die guten Weihnachtsvorsätze gleich wieder hinfällig macht: Fast-Food aus Pferdefleisch.
Beim Hot Horse findet der begeisterte Karnivore tatsächlich so ungefähr alles, was ihm das Wasser im Munde zusammen laufen lässt: Dennoch ist der Respekt gegenüber den „Fohlenscheiben“ dannn doch zu groß und wir bleiben klassisch mit dem renommierten „Horse Burger“.

Den Job erledigen immer die Frauen .....während die Männer Brotzeit halten !
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