Von Khorog aus machen wir uns auf den Weg in‘s Wakhan-Valley an der afghanischen Grenze. Auf dem Weg locken heiße Quelle bei ebenfalls heißen Außentemperaturen nur mäßig - die Ziegen scheinen es allerdings sehr zu genießen.
Dann, erste Station: Ishkhashim. Place to be vor allem wegen eines wöchentlich stattfindenden Marktes zwischen Tajikistan und Afghanistan auf einer Insel im No-Man‘s-Land.
Das Hostel ist voll mit Mitreisenden, die doch auch gerne mal „echte Afghanen“ live erleben wollen. Wir vermuten schon mehr Touristen als Händler auf dem Markt.
Dann am nächsten Morgen die unangenehme Nachricht: Opferfest in Afghanistan, der Markt fällt aus.
Zum Glück hat das Wakhan-Valley aber noch mehr zu bieten.
Wir versuchen es zunächst mit Hitchhiking: das funktioniert durchwachsen.
Wenn ein Auto da ist, nimmt es uns auch gerne mit - nur warten wir zwischendurch Stunden auf Bewegung auf der Straße.
Neben der Straße wird gerade die Ernte eingeholt - geschnitten wird das Korn mit Sicheln und ab da müssen wir uns schon anstrengen, um die verschiedenen Produktionsschritte auf dem Weg zum Mehl wiederzuerkennen: was war nochmal „dreschen"? Was sieben die Männer da auf dem Feld? Und warum laufen da Rinder im Kreis über Getreidehaufen?
Lichtblick nach einem anstrengenden Fußmarsch bergauf ist die Quelle „Bibi Fatima“ in der Nähe des Yamchun Forts, welches einst die Seidenstraße bewachte.

Zur Entspannung setzt man sich in, wenn auch baufälliges, Becken, das mit heißem Quellwasser durchspült wird und sieht direkt vor sich den reißenden, eiskalten Fluß vorbeirauschen. Herrlich!
Dann finden wir bei Lola und Nauruz auch noch ein wunderbar herzliches Homestay und genießen nach dem anstrengenden Weg einen einfach entspannten Abend.
Der nächste Tag führt uns nach Zong, wo wir erneut einen wunderbaren Homestay und schon wieder heiße Quellen finden (so viel Hygiene hatten wir gar nicht erwartet).
Diesmal ist das ganze allerdings nicht unter freiem Himmel, sondern als eine Art öffentliche Badewanne aufgemacht.
Wir werden beide herzlich im Männer- bzw. Frauenbad empfangen. Für mich springen schöne Gespräche heraus, für Denis tatsächlich ein kaltes Bier nach dem Bade.
Ideale Vorraussetzungen für den kommenden 3-tägigen Treck zum Pik Engels!

Grandios!
AntwortenLöschenMehr mehr mehr......!