Freitag, 18. Juli 2014

Der Berg der Götter

Es ist nun mehr als 5 Jahre her, dass ich den dokumentarischen und sehr empfehlenswerten Film „Baraka" gesehen habe. Und seit genau jenem Moment, gehörte Nemrut Daĝı zu den Orten, wo ich unbedingt mal hin musste.

Da es zwei Berg Nemruts in der Türkei gibt, ist es wohl erwähnenswert, dass es sich hierbei um den bei Adıyaman handelt. Im 1. Jahrhundert v.Chr. erschuf König Antiochos I. Theos hier eine Kultstätte, die griechische und persische Mythologie verband. Erst 1881 wurde der Ort von einem deutschen Ingenieur, der den Auftrag hatte die Infrastruktur  in der Türkei auszubauen, wiederentdeckt.

In weniger Wikipedia‘scher Sprache:
Wir fahren erstmal einige Zeit mit einem Kleinbus an den Fuße des Berges, der ganz schön ab  vom Schuss gelegen ist. Nach einem langen Aufstieg erreichen wir den Gipfel und wie aus dem Nichts tauchen vor uns die meterhohen steinernen  Figuren auf, die griechische sowie persische Götter darstellen. Die Körper sind für ihr Alter (mehr als 2000 Jahre!) erstaunlich gut erhalten; nur die Köpfe sind aufgrund von mehreren Erdbeben hinunter gefallen. Die filigranen Gesichter sind aber immer noch sehr gut zu erkennen. Insgesamt gibt es 3 Terrassen, wovon allerdings nur 2 mit Statuen versehen sind. Der Sonnenuntergang an diesem einsamen, abgeschiedenen und besonders mystischen Ort hat definitiv meine „Baraka"-induzierte Sehnsucht befriedigt.

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