Gegen abends 18 Uhr halten wir unser „marschrutka“ mitten in der Wüste an und steigen aus. Eine Strecke von 7 km Wüstensand steht uns bevor. Zu unserem Glück sehen wir auch schon einen Haufen Teilnehmer der „Mongol Rallye“ am Anfang des 4WD Tracks hin zu den Kratern. Zwar entscheiden sich die meisten mit ihren Polos und Micras ihr Auto doch lieber an der Straße zu parken, dennoch findet sich ein nettes schwedisches Paar, das unsere schweren Rucksäcke zum Krater bringt. So können wir gemütlich durch die Wüste spazieren um immer mal wieder von amüsierten Leuten in ihren Vierradantrieben ausgelacht und mit Sand berieselt zu werden.

Endlich sehen wir ein fettes, rotes Loch. Der Spitzname „Gateway to Hell“ kommt nicht von ungefähr - es sieht wahrlich gruselig aus. in den 1970ern haben die Soviets an diesem Ort versucht Gas abzubauen. Nachdem der Boden unter der Förderanlage eingebrochen war, gab es 2 Möglichkeiten, das Austreten des für den Menschen hochgiftigen Gases zu unterbinden. Die billigere Option war, das Methan zu verfeuern. Nach den Kalkulationen sollte das Feuer höchstens ein paar Wochen brennen... Nun ja, wir können bestätigen das es im Jahr 2014 immer noch brennt - und wie!
Während die Hitze der Wüste am Abend ganz, ganz langsam abebbt, bekommen wir, je nach Windrichtung, eine gute Portion des heißen Methanabgases ins Gesicht geblasen. So muss das Fotoshooting zu deutlich erschwerten Bedingungen statt finden.
Wir zelten direkt am Krater und dürfen morgens mit den anderen Rallye-Teilnehmern zurück fahren, die einen fetten russischen Truck gemietet haben. Zurück zur Straße geht‘s aber erst nachdem sie ihren Golf-Abschlag perfektioniert haben. So viel Platz hätte ich gerne mal in meinem Rucksack!

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen