Im Norden Turkmenistans befindet sich Konye-Ürgench, das normalerweise wohl als ein unbedeutendes, kleines, chaotisches Städtchen im Nirgendwo abgestempelt werden würde, wäre da nicht die allgegenwärtige Geschichte in dieser Region. Zunächst wurde Konye-Ürgench im 10. Jahrhundert wegen ihrer günstigen Position auf der Seidenstraße eine reiche Handels- und die Hauptstadt von Choresmien. Sie war außerdem sehr bedeutend für den Islam und wurde so auch "das Herz des Islams“ genannt. Nachdem die Mongolen trotz großem Widerstands ihren berühmten Siegeszug auch über diese Stadt vollzogen, wurde dieselbige von ihnen wieder als ein reiches Handelszentrum aufgebaut, nur um von Tamerlan wieder zerstört zu werden.
Allerdings wurden bei all diesen Kriegen ein paar Gebäude verschont geblieben, so dass sie 2005 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurden und wir uns heute an ihnen ergötzen können. Die Architektur unterscheidet sich stark von der, die wir bisher auf unserer Reise gesehen haben.
Viele Renovierungen wurden zum Glück nicht an den Gebäuden vollzogen und außerdem kann jedes Gebäude einen weiträumigen Platz rundherum für sich beanspruchen. Addiert man jetzt noch einen knallblauen Himmel hinzu und berücksichtigt, dass es außer uns keinerlei Touristen weit und breit gibt, hat man die perfekte Atmosphäre. Die perfekte Atmosphäre nicht nur zum Fotografieren, sondern auch zum Geschichte einatmen.
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