Eine mehrstündige Taxifahrt von Nukus entfernt liegt Khiva. Public Transport ist hier leider rar gesät.
Dafür warten am Straßenrand Melonenverkäuferinnen en masse auf die merkwürdigen Fremden!
In Khiva werden wir mit offensten Armen von einem Hotel am Straßenrand empfangen, welches sich als echter Glücksgriff herausstellt. (Hotel Alibek für alle, die auch mal in den Genuss von einem hervorragenden Zimmer mit köstlichstem Frühstück zu Backpacker-Preisen kommen möchten).
Außerdem liegt Alt-Khiva direkt vor der Haustür.
Obwohl wir hundemüde sind, machen wir noch einen Stadtrundgang im sanften Abendlicht - und der lohnt sich! Die Fassaden schillern in allen Farben und man sieht kaum Touristen auf den Straßen, die sind von ihrer Tagestour wohl zu erschöpft.
Am nächsten Tage dagegen sind die Straßen voll von lustig angezogenen Menschen mit Socken in den Sandalen und umhängender Kamera, die einem Reiseführer hinterhertrotten, der auf Spanisch, Italienisch, Deutsch, Französisch oder (erstaunlich selten) Russisch versucht, die Ruinen mit Leben zu versehen.
Würde man so einem Guide länger zu hören, man würde wahrscheinlich auch eine Legende zu Khivas Namensgebung hören: als Oasenstadt diente Khiva Reisenden als Raststätte. Diese sollen dann, wenn sie das hervorragende Trinkwasser kosteten „Khey vakh!“ ausgerufen haben. „What a pleasure!"
Die Innenstadt zählt etwa 50 Monumente und über 250 alte Häuser, dennoch (oder gerade deshalb) fällt es mir schwer, mir die Stadt als lebendige Wüsten-Oase vorzustellen.
Zu sehr wirkt sie heute wie ein riesiges Museum.
Gut, bei 50.000 Einwohnern macht das auch ein Monument pro 1000 Einwohner - stellen wir uns mal Aachen mit 250 Monumenten vor, da wäre wohl auch kaum noch Platz für ‚ne Uni oder so...
Sonntag, 17. August 2014
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