Freitag, 1. August 2014

Yazd - Air Conditioning in der Wüste

Yazd ist sowas wie Backpacker‘s Paradise im Iran.
Es gibt Hostels, sogar mit Mixed Dorms und die Stadt ist klein und exotisch genug, um eine sehr entspannte Atmosphäre zu haben.
Der einzige Wermutstropfen für mich: Frauen tragen tatsächlich alle dieses schwarze Ungetüm „Chador“.
Wir verbringen also zwei ruhige Tage mit Sightseeing und Schlendern.
Die Altstadt ist zu einem großen Teil aus Lehm und Stroh gebaut. Hier befinden sich auch die bekannten, kantigen Türme namens „Badgir“, welche der Belüftung dienen: jedes noch so kleine Lüftchen aus maximal 8 Windrichtungen wird in der Höhe abgefangen und in die Häuser geleitet.
In dem Garten „Bagh-e Dolat Abad“ kann man sogar den größten Badgir der Welt (33 m) bestaunen und den Effekt des Air Conditionings selbst testen.

 Yazd

Yazd ist außerdem ein guter Ort, um die zoroastrische Religion zu entdecken. Diese sehr alte Religion, die ca.1000 Jahre v.Chr. entstand und das Feuer als Zeichen Gottes verehrt, hat auch einen Tempel in Yazd, in dem seit ca. 1500 Jahren ununterbrochen ein Feuer brennt.
Etwas weiter außerhalb der Stadt liegen zoroastrische Kultstätten, die sogenannten „Towers of Silence“.
Hier wurden die Gebeine Verstorbener ausgestellt, damit sie von Aasgeiern abgeknabbert werden und so die Erde nicht von menschlichen Körpern verunreinigt wird.
Etwas gruselig aber der Blick auf die Stadt ist umwerfend. Weit und breit Wüste und man kann sehen, wie sich so langsam moderne, höhere Häuser radial um den Stadtkern ausbreiten.

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